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Die liebe Technik

Haben wir uns in den ersten beiden Beiträgen um die Leidenschaft sowie das Sehen gekümmert, wird es nun handfest: Es geht um unsere Tipps für Hochzeitsfotografen rund um die Technik. Das Wichtigste gleich vorab: Du kannst noch so kreativ sein, wenn du die Technik nicht beherrschst, hast du verloren – sie ist dein Handwerkszeug!

Denkt ein Fotograf an Technik, fällt ihm zuerst seine Kamera ein, gleich darauf die Objektive, Blitze, Stative, die Speicherkarten und die anderen tausend Kleinigkeiten, die in der Fototasche so herumkullern. Wir möchten aber auch an Computer und Festplatten, Handy und Fahrzeug denken. Auch diese Dinge gehören im weitesten Sinne mit dazu.

Die nötige Technik besitzen

Lass uns ganz am Anfang beginnen: Um als Hochzeitsfotograf oder -fotografin tätig zu sein, brauchst du einiges an Ausrüstung. Zunächst natürlich eine gescheite Kamera (bzw. zwei – denn du möchtest dem Brautpaar sicher nicht erklären müssen, dass die Kamera beim Ringtausch den Geist aufgegeben hat und du nur die eine hast).

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir sind der Meinung, dass es im Grunde nicht so wichtig ist, welches Kamerasystem und welches Modell man verwendet, solange es eine professionelle, leistungsfähige Kamera ist (denn mit günstigen Geräten kommst du einfach viel zu schnell an deine Grenzen). Waren DSLR lange State of the Art, wird diesem System zunehmend von den spiegellosen Kameras der Rang abgelaufen. Beide Systeme haben ihre Vorzüge und ihre Nachteile. Letztendlich liegt es an dir, welche Plus- und Minuspunkte einzelner Kameras für dich persönlich schwerer wiegen.

Gute, lichtstarke Objektive sind fast noch wichtiger als eine gute Kamera, sie sind es schließlich, die das Bild erzeugen. Persönlich bevorzugen wir Festbrennweiten. Blitze und Blitzauslöser, evtl. ein paar Lichtformer sowie ein anständiges Kamerastativ sowie Blitzstative gehören hier gleich mit dazu. Ein Rechner um 10 k ist natürlich auch extralässig, aber du kommst auch mit einem günstigeren aus. Wenn du die Fotografie professionell angehen willst, würden wir dir zu einem leistungsfähigen Gerät mit ausreichend Arbeitsspeicher und einem speziellen Monitor für die Bildbearbeitung raten. Nebst Akkus und Speicherkarten wäre das mal die Basis.

Ein wichtiger Hinweis am Rande: Backups, Backups, Backups! Festplatten können eingehen, deine Bude kann abbrennen – also am besten alles doppelt oder dreifach sichern und am besten eine Sicherung außer Haus aufbewahren 😉

Tipps für Hochzeitsfotografen: die liebe Technik

Die Technik beherrschen

So, du hast alles, was du für Hochzeiten brauchst, nun geht’s ans Eingemachte. Bevor du beginnst, Hochzeiten zu fotografieren, solltest du sicherstellen, dass du weißt, was du tust. Die Kamera zu beherrschen, ist für die meisten kein Thema, beim Licht hapert’s viel häufiger. Du solltest wissen, wie sich Licht verhält, damit du gute Ergebnisse erzielst (zum Thema Licht schreiben wir später noch einen Extra-Beitrag).

Wenn das Licht gar nicht ausreichend ist, solltest du nachhelfen, und zwar mit Blitzen. Wenn du noch unsicher bist, dann geh doch einfach raus und übe, was du noch nicht so gut kannst. Stell eine Partyszene am Abend bei dir zu Hause nach und richte die Blitze ein, als würdest du es für die Tanzfläche machen. Probiere aus, wie du am Morgen beim Getting Ready einen Blitz einsetzen kannst, wenn sich die Braut in einem sehr dunklen Zimmer ankleidet. Übe mit verschiedenen Lichtbedingungen. Tausche dich mit Kollegen aus. Denn – großes Geheimnis: Was machen Hochzeitsfotografen von Montag bis Freitag? Richtig: Üben, Neues ausprobieren, sich weiterbilden! (Unter anderem 😉 )

Allgemeine und Last-Minute-Tipps rund um die Technik

Bald ist Hochzeit? Noch ein paar allgemeine Tipps gefällig? Überlege dir außerdem, ob du nicht eine Technik-Routine in deinen Pre-Hochzeits-Workflow einbauen solltest. Da könntest du prüfen:

  • Kameraakkus geladen? Ladegerät eingepackt?
  • Speicherkarten formatiert? Genügend Ersatz dabei?
  • Kameras und Objektive sauber und bereit zum Einsatz?
  • Auto vollgetankt und anständig gewartet (Service aktuell)?
  • Laptop und Festplatte mit dabei? Auch alle Kabel?
  • Blitze und Auslöser eingepackt? Ersatzbatterien?
  • Verhüterli für die Kamera, falls es regnet?
  • Alles, was dir sonst noch wichtig ist, eingepackt?

Noch eine letzte Sache: Auch andere wollen deine Technik mitunter haben – lass deine Sachen also besser nicht unbeobachtet herumstehen 😉

Alles rund um die Technik - Tipps für Hochzeitsfotografen
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