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Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Wenn du dich entschließt, Hochzeiten zu fotografieren, solltest du dich gut darauf vorbereiten. Und zwar ganz unabhängig davon, ob du mit der Fotografie erst begonnen hast oder ob du dich als alter Fotografenhase ins Abenteuer Hochzeiten stürzt. Jede Sparte innerhalb der Fotografie stellt verschiedene Anforderungen an uns Fotografen. Das heißt, dass du als Profi-Architekturfotograf nicht automatisch auch großartige Portraits machen kannst. Als Spitzenwerbefotografin bist du nicht automatisch zugleich in der Reportagefotografie eine Koryphäe.

Was ist also das Besondere an Hochzeiten? Worauf kommt es bei dieser Art der Fotografie an? Wie bereite ich mich bestmöglich auf eine bevorstehende Hochzeit vor? Wir unterscheiden bei der Vorbereitung zwei Aspekte:

  1. Alles, was du im Vorfeld machen kannst: Techniken üben, dir den Hochzeitstag vorstellen, Verträge machen, an deiner Kommunikation arbeiten, lernen, flexibel zu agieren usw.
  2. Die Vorbereitung unmittelbar vor dem Hochzeitstag: dein Equipment bereitstellen, dich auf die Hochzeit einstimmen, alles einpacken, was du persönlich brauchst usw.

Gute Vorbereitung als Hochzeitsfotograf auf die Hochzeit zahlt sich aus

Vorbereitung im Vorfeld

Was machen Hochzeitsfotografen von Montag bis Freitag? Urlaub? Falsch: Sie kümmern sich um ihr Marketing, um die Buchhaltung und den anderen Papierkram, sie machen andere Shootings, tauschen sich mit Kollegen aus, bearbeiten Bilder, layouten Hochzeitsalben, machen Backups, basteln an der Website, bilden sich weiter und – Trommelwirbel – probieren Neues aus und üben!

Üben und Neues probieren

Im Ernst: Es gibt immer was Neues zu lernen. Dazu ein Beispiel: Du kaufst dir einen neuen Blitz. Es wäre ungünstig, ihn zum allerersten Mal bei der Hochzeit auszuprobieren. Am Ende findest du eine Einstellung nicht gleich und wirst unnötig nervös. Um das zu vermeiden, setz dich doch mal einen Tag hin, schau dir die Bedienung an, probiere aus, wie der Blitz funktioniert, und shoote am besten mal drauflos. So bist du für ein bezahltes Shooting oder eine Hochzeit immer gut vorbereitet.

Tipps für Hochzeitsfotografen: Vorbereitung heißt, auch auf die Details nicht zu vergessen

Du möchtest dich wahrscheinlich auch fotografisch weiterentwickeln. Statt immer wieder die gleichen Bilder aus den gleichen Perspektiven zu machen, hast du Lust auf die abgedrehten Ideen. Spitze! Auch in diesem Fall hilft es dir enorm, wenn du alles, was du vorhast, einfach im Vorfeld ausprobierst. Dann merkst du gleich, was gut funktioniert und was weniger gelingt, und du brauchst nicht am Hochzeitstag selbst “herumwursteln”.

Noch ein paar Tipps diesbezüglich: Schau dir gelungene Hochzeitsreportagen oder Fotos von anderen Profis an und analysiere, warum dich die Bilder ansprechen und was daran so gut ist. Tausch dich auch mit Kollegen aus oder noch besser: Geh mal als Assistent mit einem Kollegen oder einer Kollegin mit.

Aus Fehlern lernen

Einen Fehler gemacht? Alles gut: Schreib dir am besten auf, was schiefgelaufen ist. Diese Liste kannst du dir vor der nächsten Hochzeit ansehen. So vermeidest du, denselben Fehler wieder zu machen. Und noch etwas: Stell die Situation nach und übe, damit du beim nächsten Mal souverän mit einer solchen Situation umgehen kannst.

Notizen machen und den Tag visualisieren

Generell können wir dir sehr ans Herz legen, bei jedem Gespräch mit deinen Paaren Notizen zu machen. So lernst du einzuschätzen, wie das jeweilige Paar tickt, und du erfährst persönliche Details, an die du am Hochzeitstag anknüpfen kannst. Du weißt dadurch außerdem, wie die Gegebenheiten am Hochzeitstag sein werden, und du bist im Bilde, wie der Zeitplan aussehen wird.

Wenn du ganz am Anfang stehst, solltest du die bevorstehende Hochzeit gedanklich durchspielen: Wie könnte der Tag ablaufen? Welche Bilder brauchst du unbedingt, um einen schönen roten Faden zu finden? Was könnte an ungeplanten Dingen passieren? Bist du so vorbereitet, dann versäumst du auch nichts.

Unsere besten Tipps für Hochzeitsfotografen. Heute Thema Vorbereitung

Kleines Detail am Rande: Hochzeiten sind immer anders und immer spannend. Bleib daher wachsam und flexibel und stell dich auf Außergewöhnliches ein. Aus unserer Kuriositätenliste (auf dass du verschont bleiben mögest): Wir hatten schon vergessene Ringe, einen Polizeihubschrauber am Morgen, einen Stromausfall während des Hauptganges und wurden am Morgen bei der Fahrt zu einer Hochzeit beinahe von einem LKW abgeschossen.

Die Hochzeit steht vor der Tür

So: Die Hochzeit steht bevor und es geht nun an die unmittelbare Vorbereitung am Vortag. Jetzt ist spätestens der Zeitpunkt, um dein Equipment zu überprüfen: Sind deine Speicherkarten formatiert, die Akkus geladen? Ersatzkamera ist eingepackt? Hast du Reservebatterien in der Tasche? Sind die Linsen sauber? Du kannst auch eine Checkliste erstellen, damit du garantiert alles dabeihast.

Daneben solltest du persönlich vorbereitet sein: Ist das Auto vollgetankt (vor weiteren Fahrten evtl. Ölcheck)? Hast du den Hochzeitsvertrag eingepackt und die Telefonnummern der Brautleute bei der Hand? Wir haben auch immer Ersatzklamotten und ein zweites Paar Schuhe dabei. Blasenpflaster und Kopfwehtabletten können deinen Tag und die Erinnerungen deines Brautpaares retten.

Tipps für Hochzeitsfotografen: Gute Vorbereitung auf den großen Tag ist wichtig und zahlt sich aus

Beherzigst du unsere Vorschläge und Ideen in diesem Beitrag, sollte gelungenen Hochzeiten und großartigen Bildern nichts mehr im Wege stehen. Wenn du Lust hast auf noch mehr Tipps rund ums Thema Vorbereitung, dann schau dir gerne unsere anderen Blogbeiträge an:

  • Die richtige Einstellung zur Hochzeit: Teil 1 dieser Serie befasst sich mit Leidenschaft und Mindset.
  • Das geübte Auge: Ums Thema Sehen geht es in Teil 2 dieser Reihe.
  • Das nötige Equipment: Siehe dazu unseren letzten Blogbeitrag aus der Tipps-Reihe zum Thema Technik.
  • Das Geschäftliche und die Kommunikation (dazu schreiben wir in einer zukünftigen Folge noch etwas, bleib dran).
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